Welche Sushi-Arten gibt es? Maki, Nigiri, Sashimi & andere

Sushi ist bekannt als gesunde Alternative zu Burgern, Döner und Pizza. Sie erhalten es im Supermarkt, aber auch in vielen Restaurants. Doch frisch zu Hause selbst zubereitet schmeckt es am besten. Lesen Sie in diesem Flavorsome-Artikel, welche Sushi-Arten es gibt und was diese ausmacht.

Was ist Sushi überhaupt?

Sushi ist eine japanische Spezialität, die übersetzt „gesäuertes Reisgericht“ bedeutet. Ursprünglich machten die Bewohner des chinesischen Mekong-Deltas gesalzenen Fisch mit Reis durch Fermentation haltbar. Vor 1.300 Jahren übernahm ein japanischer Koch das importierte Verfahren und verbesserte es durch kürzere Fermentation von Reis und Fisch und durch die Zugabe von Reisessig. Dadurch wurde der gesäuerte Reis genießbar. Beim ursprünglichen Verfahren war dieser ein Abfallprodukt. Weitere Verbesserungen folgten, sodass der gekochte Reis seit dem 18. Jahrhundert nur noch durch die Zugabe von Essig seinen säuerlichen Geschmack erhält.

Das heutige Sushi gibt es seit dem 18. Jahrhundert. In Tokio begannen die Menschen, Päckchen aus leicht angesäuertem Reis und Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse oder Ei herzustellen. Teils packten sie diese Zutaten in Algenblätter, welche die Massen zusammenhielten. Durch Experimentieren mit verschiedenen Zutaten entstanden im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche unterschiedliche Sushi-Arten, die in anderen Ländern, hauptsächlich in Amerika, bekannt und weiterentwickelt wurden. Die wichtigsten Sushi-Arten sind Maki und Nigiri. Alle anderen sind Variationen dieser beiden Grundformen.

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Maki – die klassischen Sushi-Rollen

Die klassischen Sushi-Rollen werden per Hand mithilfe einer Bambusmatte gerollt. Sie heißen Maki, was ins Deutsche übersetzt „gerolltes Sushi“ bedeutet. Beim Hosomaki, der japanischen Variante, befindet sich das halbe Algenblatt (Nori) ausschließlich außen.

Die Füllung des Hosomakis besteht aus einer oder aus zwei Zutaten. Die „dünne Rolle“, wie es übersetzt heißt, dippen die Japaner in eine dazu gereichte Sojasoße. Traditionell wählen die Japaner zum Füllen rohen Lachs, Aal, Thunfisch sowie Tofu, Omelett, eingelegten Rettich, Karotte und Gurke.

Die „dicke Rolle“ – das Futomaki – enthält mindestens drei Zutaten: Reis, Gemüse und Fisch. Futomaki unterscheidet sich vom Hosomaki dadurch, dass zur Zubereitung ein ganzes Noriblatt verwendet wird und beim dünneren Hosomaki nur ein halbes Blatt.

Nigiri – Reis mit Fisch obendrauf

„Ballen-Sushi“ und „Griff-Sushi“ sind die Übersetzungen für die zweite Grundvariante des Sushis. Die Ballen bestehen aus einer schmalen, fingerlangen Rolle Reis. Darauf legen die Japaner Omelette oder Fisch und reichen dazu Sojasoße. Damit die Nigiri halten, umwickeln manche Köche die Ballen mit einem schmalen Streifen Nori.

Für Nigiri verwenden sie nur Fisch höchster Qualität. Typisch sind Thunfisch, Garnele, Aal und Lachs. Zwischen dem Reis und dem Fisch kann eine Schicht Wasabi liegen. Zudem sollte der Reis perfekt gewürzt sein.

Sashimi – purer Fisch ohne Reis

Das Sashimi sieht dem Nigiri und dem Maki nicht ähnlich. Es besteht ausschließlich aus ungewürztem, rohem, fein filetiertem frischem Fischfilet. Dieses Filet aus Lachs, Hamachi oder Thunfisch schneiden die Köche mit ihren Spezialmessern, den Hochos, in drei bis vier Millimeter dünne Scheiben. Das Besondere am Sashimi ist die kunstvolle Präsentation. Die teuerste Variante – das Fugo-Sashimi – besteht aus dem Filet des Kugelfisches.

Uramaki – Inside-Out-Rollen

Uramaki ist die westliche Variante des Sushis. Weitere Bezeichnungen dieser Sushi-Variante sind „Inside-Out-Rollen“ und „California Roll“. Zu erkennen ist es daran, dass der Reis außen liegt und das Noriblatt innen. Der Reis erhält oft einen Mantel aus Fischrogen oder Sesam.

Temaki – Sushi in Handrollen-Form

Temaki sind an der Kegelform des Noriblattes zu erkennen. Es gleicht von der Form her einer Eistüte. Diese enthält eine Füllung aus Reis, Gemüse und Fisch und wird am besten frisch zubereitet.

Gunkan – kleine „Schiffchen“ mit Toppings

Gunkanmaki sind niedrig gehaltene, bootsförmige, ovale Rollen aus Reis. Zusammengehalten werden sie mit einem Streifen Seetang, der Platz für das Topping schafft. Dieses kann aus einem aus Räucherlachs in Mayonnaise, aus Lachsrogen (Ikura) oder aus einem Wakame-Algensalat bestehen.

Chirashi – Sushi in der Schüssel

Chirashi ist eine andere Form der Sushi-Zubereitung. Es wird in einer Schüssel serviert und eignet sich für die Zubereitung zu Hause. In Japan ist es eine Festspeise und wird am 3. März gereicht, um den Mädchen ein gesundes Wachstum und Gesundheit zu wünschen.

Im unteren Bereich der Schüssel befindet sich Essigreis. Darauf streuen die Japaner verschiedene Zutaten, von denen jede eine Bedeutung hat. Lotusblumen stehen für Voraussicht und Garnelen für ein langes Leben. Mit dem Bohnen-Topping wünschen Japaner den Mädchen, dass sie gesund und fleißig arbeiten können.

Für die obere Lage bleibt Raum für Fantasie. Streuen Sie auf den Reis das, was Ihnen schmeckt. Es gibt unzählige Möglichkeiten: Beispielsweise besteht eine scharfe Variante aus rohem Lachs und rohen Garnelen, Radieschen, Avocado sowie Wasabi und Sriracha-Soße als Garnitur. Bevor diese Zutaten kunstvoll auf dem Reis verteilt werden, wird dieser mit zerrissenen Nori-Blättern bestreut.

Inari – Sushi im Tofubeutel

Inari-Sushi ist die Bezeichnung für zweimal frittierte Tofubeutel, deren Inneres Reis enthält. Sie schmecken gleichzeitig süß und herzhaft. Die Grundlage des Inaris ist kurz- oder rundkörniger weißer Klebereis, der viel Flüssigkeit aufnimmt. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass der Reis zusammenklebt. Diesen vermischen Sie mit etwas Sesam. Der Tofu wird vor dem Frittieren für zwanzig Minuten in einem Sud aus Sashi, Zucker, Mirin, Sake und Sojasoße leicht geköchelt.

Welche Sushi-Art ist die richtige für Anfänger?

Für Anfänger eignen sich Sushi-Arten mit einem milden Geschmack, die sich einfach zubereiten und verzehren lassen. So tasten sie sich langsam an den Geschmack des rohen Fisches heran. Oder sie wählen vegetarische Varianten mit Gemüse. Hosomaki enthält nur eine oder zwei Zutaten. Wählen Sie für den Anfang Lachs oder Gurke (Kappa). Auch Avocado-Maki eignet sich für Sushi-Anfänger.

Fazit

Sushi ist ein japanisches Trendgericht aus gesäuertem Reis und Algen, aus dem viele Varianten hervorgingen. Die kleinen Häppchen bilden eine gesunde Alternative zu anderen Fast-Food-Gerichten. Selbst gemacht, bietet Sushi viel Raum für eigene Kreationen. Achten Sie bereits beim Kauf des Fisches unbedingt auf die Hygiene, damit das Sushi-Essen nicht zum Albtraum wird.

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