Eiswürfel gehören zu vielen Getränken einfach dazu. Sie kühlen Wasser, Softdrinks und Säfte an heißen Tagen, sind fester Bestandteil von Barkeepern beim Mixen von Cocktails und sorgen zudem beim Servieren für eine ansprechende Optik. Wer regelmäßig Eis verwendet, ganz gleich ob als Profi in der Bar oder privat in der Küche, braucht nicht zwingend auf fertige Eiswürfel zurückzugreifen. Es gibt mehrere Wege, Eiswürfel selbst herzustellen.
Welche Methode am besten passt, hängt vor allem davon ab, wie viel Eis benötigt wird und wie schnell es bereitstehen soll. Für den privaten Gebrauch reichen klassische Formen in überschaubarer Menge meist aus. Profis in Restaurants, Bars, Hotels oder beim Catering haben andere Anforderungen: Sie brauchen regelmäßig viel Eis innerhalb kurzer Zeit. Ihre Arbeit lässt sich mit einer Eiswürfelmaschine deutlich erleichtern. Zusätzlich gibt es kreative Möglichkeiten, Eiswürfel mit Früchten, Kräutern oder Säften herzustellen und Getränke damit auch optisch aufzuwerten.
Warum sich selbstgemachte Eiswürfel lohnen
Wer Eiswürfel selbst macht, kann Menge, Größe und Form für den jeweiligen Zweck entsprechend vorbereiten. Kleine Würfel kühlen Wasser oder Softdrinks schnell, während größere Eisstücke langsamer schmelzen und sich daher gut für Cocktails oder Spirituosen eignen.
Auch geschmacklich gibt es viele Alternativen. So peppen beispielsweise Zitronenstücken, Beeren, Minze oder Fruchtsaft ein geschmacklich auf. Diese Variante eignet sich besonders für hausgemachte Limonaden, Eistee oder sommerlichen Cocktails.
Eiswürfel selbst herstellen lohnt sich auch, wenn regelmäßig größere Mengen gebraucht werden. Denn wer Eis selbst produziert, muss keine schweren Beutel transportieren und benötigt keinen zusätzlichen Vorrat an gekauftem Eis. Im gewerblichen Bereich lässt sich der Nachschub zudem besser an den tatsächlichen Verbrauch anpassen.
Eiswürfel selbst herstellen – Möglichkeiten im Check
Eis lässt sich auf verschiedene Arten herstellen. Welche davon sinnvoll ist, richtet sich nach dem täglichen Verbrauch, dem vorhandenen Platz und der gewünschten Eisform.
Klassische Eiswürfelformen aus Kunststoff oder Silikon
Für einfache Eiswürfel genügen Eiswürfelformen. Man füllt sie mit Wasser, stellt sie in das Gefrierfach und wartet, bis das Wasser vollständig gefroren ist. Modelle aus Kunststoff sind meist stabil und günstig. Formen aus Silikon lassen sich leichter biegen, sodass sich die fertigen Würfel oft einfacher herausdrücken lassen.
Beim Befüllen sollte ein kleiner Rand frei bleiben, da sich Wasser beim Gefrieren ausdehnt. Außerdem empfiehlt es sich, die Form möglichst gerade ins Gefrierfach zu stellen. So läuft nichts über und die Würfel behalten eine gleichmäßige Form.
Für kleine Mengen reicht diese Methode völlig aus. Bei einer größeren Feier oder in einem gastronomischen Betrieb stößt sie jedoch schnell an Grenzen. Mehrere Formen brauchen viel Platz und das Gefrieren dauert mehrere Stunden.
Eiswürfel mit Eiswürfelmaschine herstellen
Wer regelmäßig größere Mengen Eis benötigt, kann mit einer Maschine wesentlich einfacher arbeiten. Je nach Modell wird Wasser direkt eingefüllt oder über einen festen Anschluss zugeführt. Anschließend stellt das Gerät selbstständig Eis her und sammelt die fertigen Würfel in einem Behälter.
Der große Vorteil liegt darin, dass immer wieder neues Eis nachproduziert wird. Das ist besonders praktisch, wenn an einer Bar viele Cocktails bestellt werden, im Restaurant ständig gekühlte Getränke ausgegeben werden oder ein Hotel Eis für Buffet, Bar und Veranstaltungen benötigt.
Bei der Auswahl sollte deshalb zuerst geprüft werden, wie viel Eis pro Tag tatsächlich gebraucht wird. Ebenso wichtig ist die Größe des Vorratsbehälters. Produziert das Gerät zwar viel Eis, kann aber nur wenig davon lagern, muss der Behälter zwangsläufig häufiger geleert werden.
Auch die Eisform sollte zum Anlass beziehungsweise dem Einsatz passen. Kompakte Würfel eignen sich für viele Getränke, während andere Formen abhängig von der jeweiligen Verwendung Vorteile bieten können. Ebenso kommt es darauf an, dass am Aufstellort genügend Platz vorhanden ist. Bei größeren Geräten muss zudem auf den Wasseranschluss geachtet werden, ebenso auf Ablauf und Belüftung.
Wer die Maschine täglich nutzt, sollte sie regelmäßig reinigen. So bleiben Wasserwege, Behälter und andere Flächen hygienisch sauber, und das Eis nimmt weder Gerüche noch unerwünschte Geschmacksnoten an.
Kreative Eiswürfel mit Früchten, Kräutern und Säften
Eiswürfel müssen nicht immer nur aus Wasser bestehen. Mit wenigen Zutaten lassen sie sich schnell Geschmacksalternativen herstellen: In Frage kommen beispielsweise Beeren, Zitronenstücke, Limetten oder Minzblätter, die dem Eis zudem Farbe geben und Getränke auch optisch interessanter machen.
Auch Fruchtsäfte lassen sich einfrieren. Das hat einen praktischen Vorteil: Wenn die Würfel schmelzen, verwässern sie das Getränk weniger stark. Gefrorener Orangensaft passt beispielsweise zu fruchtigen Drinks, während Zitronensaftwürfel Wasser oder Eistee eine frische Note geben können.
Obst und Kräuter sollten vor dem Einfrieren gründlich gewaschen werden. Kleine Stücke lassen sich leichter verteilen und sehen im fertigen Eis meist besser aus. Für Gäste kann so aus einem einfachen Getränk mit wenig Aufwand etwas Besonderes werden.
Große Eiswürfel und Eiskugeln für Cocktails herstellen
Für Cocktails oder hochwertige Spirituosen sind große Eiswürfel besonders beliebt. Weil sie im Verhältnis zu ihrem Volumen weniger Oberfläche haben, schmelzen sie langsamer als viele kleine Würfel. Das Getränk bleibt dadurch länger kühl und wird nicht so schnell mit Wasser verdünnt.
Große Würfel oder Eiskugeln lassen sich mit speziellen Silikonformen herstellen. Da mehr Wasser gefrieren muss, dauert es allerdings länger, bis sie vollständig fest sind. Deshalb empfiehlt es sich, sie rechtzeitig vorzubereiten.
Vor allem in niedrigen Gläsern wirken große Eisstücke attraktiv: Sie eignen sich etwa für Whisky, Rum oder Cocktails, bei denen das Eis nicht nur kühlen, sondern auch zur Optik des Getränks beitragen soll.
Tipps für klare und geschmacksneutrale Eiswürfel
Trübes Eis entsteht häufig, weil beim Gefrieren Luft und Mineralstoffe eingeschlossen werden. Für den Geschmack ist das meist unerheblich. Soll das Eis jedoch möglichst klar aussehen, kann gefiltertes oder mineralarmes Wasser helfen.
Auch langsameres Gefrieren hilft, um klare, ungetrübte Eiswürfel entstehen zu lassen. Der Grund: Auf diesem Weg werden Luftblasen eher aus dem entstehenden Eis verdrängt. Wer besonderen Wert auf transparente Würfel legt, kann dafür spezielle Formen nutzen.
Noch wichtiger als das Aussehen ist allerdings, dass das Eis neutral schmeckt. Gefrorenes Wasser nimmt leicht Gerüche aus seiner Umgebung auf. Stark riechende Lebensmittel sollten deshalb gut verpackt sein. Auch lassen sich Eiswürfelformen abdecken, fertige Würfel können in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt werden.
Bei gewerblich genutzten Maschinen sollte die Reinigung fest zum Arbeitsablauf gehören. Wer Behälter, Wasserwege und erreichbare Flächen regelmäßig säubert, verhindert Ablagerungen und sorgt dafür, dass das Eis frisch und geschmacksneutral bleibt.
Fazit
Eiswürfel lassen sich mit sehr einfachen Mitteln oder mit technischer Unterstützung selbst herstellen. Für kleinere Mengen reichen klassische Kunststoff- oder Silikonformen meist aus. Mit Früchten, Kräutern oder Säften lassen sich daraus zusätzlich dekorative und geschmacklich interessante Varianten herstellen. Große Würfel und Eiskugeln eignen sich vor allem für Cocktails und Spirituosen, weil sie langsamer schmelzen.
Sobald jedoch täglich größere Mengen gebraucht werden, wird das Arbeiten mit Formen schnell unpraktisch. Eine Alternative ist eine Eiswürfelmaschine, die insbesondere in Bars, Restaurants, Hotels oder beim Catering für eine deutliche Arbeitserleichterung und einen beständigen Nachschub für die Gäste sorgt. Welche Lösung am besten passt, hängt letztlich davon ab, wie viel Eis benötigt wird, wie es eingesetzt werden soll und welcher Platz zur Verfügung steht.